Zum Bogenschießen vom Pferderücken wird ein kurzer Recurvebogen (=Reiterbogen) verwendet.
Der Kurzbogen entwickelte sich mit und in den Steppenreiterkulturen (Mongolen, Hunnen, Türken, ...).
Er stellt eine Weiterentwicklung des ursprünglichen, aus einem biegsamen Stab bestehenden Bogens dar.
Im Unterschied zum Urbogen sind beim Recurvebogen die Enden der Wurfarme so stark nach vorn gebogen,
dass die Sehne im ungespannten Zusatnd des Bogen an den Wurfarmen anliegt.
Die Enden können entweder starr (Typ Mongole,Hunne,Ungar, KrimTartar) oder flexibel (Typ Skyte, Sarmate,
moderne traditionelle Bögen wie zB diverse koreanische Bögen) sein.
Durch diese besondere Art der Enden erhält der Bogen einen weicheren Auszug und höheren Wirkungsgrad.
Er kann weiter gespannt werden als ein normaler europäischer Langbogen.
Der Pfeil liegt auf dem Handrücken bzw auf dem Daumen (dann mit Daumenring an der Sehnenhand) auf.
Durchschnittliche Sehnenlänge: 90-150 cm
Auszugslänge: bis 32"
Praktikable Bogenstärke zum Bogenschießen vom Pferd: < 35#
Welchen Bogentyp man verwendet ist Geschmackssache.
Zu Beginn wird man sich eher einen kostengünstigen Bogen (~ 90-100 EUR) aus Glasfiber verwenden.
Nach oben hin gibts wie üblich keine Preisgrenzen (Komposit mit Horn und Sehne belegt ~ EUR +1000,--).
Was ist nun der beste Reiterbogen?
Meine Kriterien:
| Skytischer Bogen Reiner Reflexbogen ohne starre Bogenenden. Kürzere Auszugslänge als die anderen "Reiterbögen". Guter Anfängerbogen, verzeiht Fehler |
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| Hunnenbogen Das charakteristische Kennzeichen des Hunnenbogens ist die starke Asymmetrie, denn der obere Bogenarm (vom Griffstück) ist länger als der untere. |
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| KrimTartarenbogen Merkmal dieses Bogens sind die rekursiven, doppelgelenkigen unbeweglichen Bogenenden und die Sehnenbrücke. |
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| Türkischer Bogen Kennzeichen des türkischen Bogens ist die starke Reflexion (deshalb beansprucht das Auf- und Abspannen des Bogens eine besondere Aufmerksamkeit) sowie die doppelgelenkigen, unbeweglichen Bogenenden. |
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| Chinesischer/Mongolischer Bogen Das charakteristische steile Bogenende und die Kerbe geben dem Pfeil eine erhöhte Dynamik. |
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Hersteller/Vertrieb:
Ungarische Bogenbauer:
Der Bogen kann noch so gut sein, aber ohne gute Pfeile wird man nichts treffen.
Man kann Pfeile von der Stange kaufen, aber mehr Spass macht es mit selbst gefertigten Pfeilen zu schießen.
Mindestausstattung: 12 Pfeile (ich hab 24 im Köcher)
| Pfeillänge: | persönliche Auszugslänge + 2" |
| Spine: | Bogenstärke + ~5-10# |
| Material: | |
| Farbe: | blau, gibts nicht in der Natur, fällt sofort auf |
| Spitze: | mit Epoxidkleber geklebt 70-100 grs, Bullet oder Feldbodkin, gegebenfalls Judopoint Die Pfeile mit Judopoint setz ich hauptsächlich beim Schießen vom Pferd im Gelände in ("roving"). |
| Federn: | 3 fach, möglichst grell, 3-4", zwischen Nock und Feder sollen 2 Finger Platz finden am vorderen Ende der Leitfeder Indikator fürs Blindnocken unter Wickelung anbringen |
| Nock: | Klebenock, obwohl ich persönlich selfnock mit Hartholzinlet bevorzuge |